Internationale Förderklasse

Aufgaben und Ziele:

Die Internationale Förderklasse (IFK) ist eine Klasse für Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt, die noch nicht lange in Deutschland sind und die aufgrund entsprechend geringer Deutschkenntnisse noch nicht am Unterricht einer Regelklasse an einem Berufskolleg teilnehmen können.
Zentrales Bildungsziel der IFK in allen Fächern ist das Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
Gleichzeitig geht es um Integration - um Verbesserung der Allgemeinbildung, die Förderung berufs- und sprachübergreifender Fähigkeiten und um berufliche Orientierung.

Unter bestimmten Voraussetzungen (unter anderem Deutschkenntnisse auf dem Niveau A2/B1) kann in der IFK die Berechtigung zum Besuch eines weiterführenden Bildungsgangs (z. B. Berufsfachschule) vergeben werden.

WIr haben seit 2001 Erfahrung mit internationalen Seiteneinsteiger*innen und entsprechend ausgebildete DaZ-Lehrkräfte. Zur Zeit haben wir 4 Internationale Förderklassen. Bei der Einschulung führen wir eine Sprachprofilanalyse und ein Beratungsgespräch durch, so dass die anschließende Verteilung auf die Lerngruppen den individuellen Voraussetzungen und dem Sprachstand der Schülerinnen und Schüler gerecht wird ... Einige müssen erst noch (in der Zweitschrift) alphabetisiert werden, andere verfügen bereits über Deutschkenntnisse, manche lernen eine Sprache schneller als andere. ... Wir holen die Schülerinnen und Schüler da ab, wo sie stehen, überprüfen kontinuierlich den Lernfortschritt und fördern individuell.

Beratungsangebote durch unsere Sozialpädagogen, gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Schule, bildungsgangübergreifende Projekte und betreute Betriebspraktika runden das Angebot ab.

Wir haben ein offenes Ohr für die Schülerinnen und Schüler, für die Familie, Vormünder*innen und Betreuer*innen und pflegen unsere Kontake mit dem Kommunalen Integrationszentrum und lokalen Organisationen, um gemeinsam die o. g. Ziele zu erreichen.


Unterrichtsfächer:

Berufsbezogener Lernbereich

Fachpraxis und Theoriefächer in verschiedenen Berufsfeldern, wie
- Farbtechnik und Raumgestaltung                                                                                                                                                                                        - Textiltechnik und Bekleidung                                                                                                                                                                                              
sowie
- Mathematik
- Wirtschafts- und Betriebslehre
- Englisch

Berufsübergreifender Lernbereich

- Deutsch/Kommunikation (12 Stunden/Woche)
- Sport/Gesundheitsförderung
- Politik/Gesellschaftslehre
- Religion

Differenzierungsbereich

- Datenverarbeitung
- Individuelle Förderung

weitere Lernbereiche:

- ggf. zusätzlicher Förderunterricht in Deutsch und Mathematik
- Berufsorientierung, Betriebspraktika

 

Schulbesuchsdauer:

in der Regel mindestens 1 volles Jahr, maximal 2 Schuljahre 

Zugangsvoraussetzungen:

Schülerinnen und Schüler dürfen bei der Aufnahme noch nicht volljährig, aber auch nicht zu jung für die Sek. II sein (Vollzeitschulpflicht erfüllt/16 Jahre). Der Zugang ist nicht an einen Schulabschluss gebunden. 

Ziele:

Teilhabe und Integration durch Bildung:
das Erlernen der deutschen Sprache,
berufliche Orientierung und Vorbereitung auf den Besuch weiterführender Bildungsgänge 

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt durch Zuweisung über das Schulamt der Stadt Wuppertal in Kooperation mit dem Zentrum für Integration, Bildung und kulturelle Vielfalt Wuppertal.

Bei der Einschulung findet eine Sprachprofilanalyse und ein Beratungsgespräch statt. Wir bitten um Begleitung durch eine/n Erziehungsberechtigte/n. Hilfreich ist manchmal auch die Unterstützung durch eine Vertrauensperson, die übersetzen kann. Leider steht nicht immer ein/e Übersetzer/in zur Verfügung.

Für die Einschulung benötigte Unterlagen:

- letzte Zeugnisse, soweit vorhanden (in Kopie)
- 2 aktuelle Lichtbilder
- Ausweisdokument 

Sonstige Hinweise:

Die Schülerinnen und Schüler werden in den Praxisfächern an den Materialkosten und an den Kopierkosten beteiligt. Das Deutsch-als-Zweitsprache-Lehrwerk wird gestellt. Die Anschaffung eines Wörterbuchs (Muttersprache-Deutsch) wird empfohlen.


Haben Sie noch Fragen? Das Berufskolleg am Haspel, Dependance am Kothen, bietet beratende Gespräche an.

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Ansprechpartnerinnen:
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